Kamtschatka: Sehenswürdigkeiten

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Die Awatschinskij-Vulkangruppe befindet sich nicht weit vom Verwaltungszentrum des Gebiets Kamtschatka Petropawlowsk. Sie besteht aus zwei aktiven Vulkanen und einigen weniger bedeutende Berge. Unter Leitung der erfahrenen Begleiter können sogar unvorbereitete, ältere Touristen und Kinder den Krater innerhalb von 6-8 Stunden erreichen.

Die Vulkangruppe Mutnowskij – Gorelyj ist 80 km südlich von Petropawlowsk gelegen. Der Vulkan Mutnowskij (2323 m) ist zwar nicht hoch, aber die darüber ständig aufsteigenden Schwefelwolken sind aus der Ferne zu sehen. Der Vulkan Gorelyj (1829 m) ist durch eine einzigartige Kette aus 11 Kratern auf dem Zentralgipfel bekannt.

vulkanDer Vulkan Kljutschewskoj (4850 m) ist der höchste Berg von Kamtschatka und der höchste aktive Vulkan in Eurasien. Er liegt im Mittelteil von Kamtschatka rund 600 km nördlich von Petropawlowsk entfernt. Rings um
den Vulkan Kljutschewskoj befinden sich noch 12 Vulkane.

Der Vulkan Tolbatschik gehört zu der Gruppe Kljutschewskoj. In den Jahren 1975-76 hat die ganze Welt den Ausbruch beobachtet, in dessen Verlauf einige Kegel der Neuen Tolbatschik-Vulkanen vor Augen der Menschen aus den im Tal geöffneten Rissen entstanden sind. Das ist die dem Mond ähnliche Gegend, die bei den Prüfungen des sowjetischen Mondfahrzeuges „Lunochod-1“ benutzt wurde.

1______ ______Esso ist eine kleine Siedlung im Mittelteil der Halbinsel (550 km von Petropawlowsk entfernt), wo vorwiegend die Ewenken, Vertreter einer der einheimischen Kamtschatka-Völkerschaften, leben. Esso ist durch sein schönes Ethnographisches Museum und die Thermalquellen bekannt. Nach einer Stunde Hubschrauberflug von Esso kann man Feldlager der Ewenken, der Fischer oder nomadisierenden Rentierzüchter, besuchen und ihre traditionelle Lebensweise und Kultur kennen zu lernen.

Das Staatliche Kronotzkij-Biosphärenreservat (die Fläche beträgt über 1 Mio. Hektar) befindet sich in einer Stunde Hubschrauberflug nach Nordosten von Petropawlowsk entfernt. Dazu gehören: die Kaldera des Vulkans Uson, das Geysire – Tal, der Kronotzkoje-See, ein Hain der Kamtschatka-Fichten., 37 Tierarten, 212 Vogelarten, über 600 Pflanzenarten, 9 aktive Vulkane, 10 Thermalquellen.

Die Kaldera des Vulkans Uson ist eine 12×9 km große Bodenvertiefung, die sich an der Stelle des zerstörten Kraters geformt hat und von Bergketten umgeben ist. Die hydrothermale Aktivität zeigt sich durch brausende
und kochende Krater, unzählige Schlammkessel, Schlammvulkanchen, die aus der Erde mit Strahlen des heißen Wassers oder Dampfes emporquellen.

tal_der_geysiereDas Geysire – Tal ist in einer der tiefen Schluchten des Kronotzkij-Reservats verborgen. 25 Geiser erstrecken sich hier auf 5 km den Fluss Geisernaja stromaufwärts. Der Pfad führt an heißen Becken, die hellblau wegen
des Schwebelehms aussehen, und an kochenden Schlammkesseln, rot wegen Eisenoxide, vorbei.

Nalichevo 13Der Naturpark Nalytschewo (über 300000 Hektar) ist eine Ecke der unberührten natur nicht weit von Petropawlowsk. Hier sind malerische Gebirgs-, Tundra- und Meereslandschaften. Im Oberlauf des Flusses Nalytschewa sind viele Bären im Sommer, die von den zum Laichen ziehenden Lachsen und ausreifenden Beeren angelockt werden. Nalytschewo ist durch seine Thermalquellen und kalte Mineralquellen bekannt.

Der Fluss Bystraja liegt im Mittelteil von Kamtschatka und lockt Wasserreisende. Die Touristen angeln beim Flossfahren (Rafting) Fisch, sammeln Pilze und Beeren am Ufer, genießen malerische Landschaften.

BaerDer Kurilskoje-See liegt auf dem Territorium des Südkamtschatka-Naturschutzgebietes im Süden der Halbinsel. Wunderliche Kaps und malerische Inseln machen ihn unvergesslich. Der See ist als größter Wasserbecken bekannt, wo die Salmoniden laichen. Das lockt die Bären heran. Für die Touristen ist ein spezieller sicherer Platz eingerichtet, von wo aus man erstaunliche Szenen der Bärenfischerei in ihrem Habitat beobachten kann.

koryakiDie Komandorskije (Kommandeur-) Inseln sind noch eine Hegeecke des Gebiets Kamtschatka, die im Beringmeer östlich von der Halbinsel liegt. Die Inseln wurden zu Ehren des Kapitän-Kommandeurs Vitus
Bering genannt, des tapferen Navigators und des Leiters von zwei Kamtschatka-Expeditionen im 18.Jh. Um die Inseln zu erreichen, benutzen die Touristen in der Regel ein Flugzeug oder Hubschrauber von Petropawlowsk. Hier befinden sich riesige Kolonien, wo im Zeitraum vom April bis zum November gegen 7800 Seesäugetiere – Seelöwen, Seebären und Seeotter verweilen. An der Küste nisten auch Vogelkolonien – Möwen, Alken, Scharben, Taucher. Diese Inseln sind mit einem Tundra-Teppich ausgelegt, der in Regenbogenfarben schillert. Auf der größten Insel – Bering – gibt es eine Siedlung (Nikolskoe), wo nach der letzen Zählung (2010) 676 Aleuten wohnten. Nur noch hier wird die aleutische Sprache gesprochen.